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"Wenn Kollektivschutzeinrichtungen nicht angebracht werden können, muss der Schutz der Beschäftigten durch ein geeignetes Rückhalte- und Auffangsystem gewährleistet werden, bei dem der freie Fall auf maximal 1 m Fallhöhe begrenzt bleibt bzw. die Wirkung eines Falls aus einer größeren Höhe auf die Bedingungen einer maximalen Fallhöhe von 1 m begrenzt bleibt. Wenn eine solche persönliche Schutzausrüstung zum Einsatz kommt, darf ein Arbeiter nie allein in der Höhe arbeiten, damit im Bedarfsfall umgehend die im Interesse seiner Gesundheit erforderliche Hilfe geleistet werden kann“. (Französiche Verordnung Nr.°2004-927 vom 1.  September 2004).

Eine persönliche Fallschutz-Ausrüstung umfasst mehrere unabdingbare Elemente und hat Bezug auf eine Reihe von Normen:

 • Eine Einrichtung zum Angurten des Körpers (mit einem oder mehreren Anschlagpunkten).          

 • die Verbindung zwischen dieser Einrichtung und einem Verankerungspunkt. 
 

 • Verankerungsvorrichtung (Verankerungspunkt und fester Anker)

NORMEN


> Umfassen des Körpers (Angurten)

 

 

Das Sicherheitsgeschirr, das System zum Umfassen des Körpers, hat den Zweck, den Fall aufzufangen; es wird unmittelbar am Körper angelegt. 
Dieses System kann aus verschiedenen Elementen wie Gurtbändern, Schlaufen, Schnallen usw. bestehen.
Ein Sicherheitsgeschirr besteht mindestens aus einem Anschlagpunkt, der die Befestigung an einer Leine ermöglicht.
Dieser Teil wird durch die Norm EN361 abgedeckt: 
"Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz — Auffanggurte“   Das Sicherheitsgeschirr kann auch über einen Gürtel verfügen (eine Einrichtung zum Halten des Körpers, die den Körper in der Taille umschließt).  
Die Gürtel unterliegen der Norm EN358
"Persönliche Schutzausrüstung für Haltefunktionen und zur Verhinderung von Abstürzen — Haltegurte und Verbindungsmittel für Haltegurte“.   
Die Gürtel können auch zusammen mit einer Leine als Rückhaltegürtel zur Positionierung beim Arbeiten verwendet werden. (In diesem Fall erfüllt das Material nicht die Funktion einer Absturzsicherung).

 


> Die Verbindung der Fallschutz-Ausrüstung

(Verbindungselement)
Sie sichert den Zusammenhalt zwischen der Person - dem Sicherheitsgeschirr - und dem Verankerungspunkt. Es handelt sich um Leinen, die als Seil, aus synthetischen Fasern, als Metallkabel, als Gurtband oder als Kette ausgeführt sein können. Maximale Länge 2 Meter.
Dieser Teil wird durch die Norm EN354 abgedeckt: 
"Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz —  Verbindungsmittel“
Diese Elemente können mit einem Falldämpfer ausgerüstet sein, dieser absorbiert Energie und erlaubt im Fall eines Absturzes das Abfedern des Stoßes Dieses Element wird durch die Norm EN355 abgedeckt: 
"Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz —  Falldämpfer“.
Der Falldämpfer besteht aus einer in einer Umhüllung zusammengelegten Halteschlaufe.
Im Fall eines Stoßes wird die Umhüllung zerrissen und die Halteschlaufe öffnet sich und begrenzt die Bremskraft so, dass Verletzungen vermieden werden.
Das Verbindungsmittel der Fallschutzausrüstung verfügt über einen Verbinder, mit dem es sowohl am Sicherheitsgeschirr (Anschlagpunkt) als auch am Verankerungspunkt befestigt werden kann.
Die Verbinder können direkt zusammen mit der Leine und/oder dem Falldämpfer hergestellt werden oder aber sie sind separat im Handel erhältlich und können mit einem Schraubkarabinerhaken angeschlossen werden.
Die Verbinder unterliegen der Norm EN362:  
"Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz —  Verbindungselemente“.
Die Verbindungselemente aus Eisen oder Stahl müssen mit Korrosionsschutzbehandlung versehen sein.

 

> Die Verankerungseinrichtung

Fest mit der Konstruction verbundener Anker (Strukturanker) - Verankerungseinrichtung - Verankerungspunkt - PSA
Strukturanker - PSA
• Strukturanker
Dies ist der Befestigungspunkt an einer Struktur (bauseitig/Konstruktion) 
"Ein (oder mehrere) dauerhaft in einer Konstruktion eingelassene(s), fest montierte(s) Element(e), an dem/denen eine Verankerungseinrichtung oder eine persönliche Schutzausrüstung angeschlagen werden können“. 
(EN795:1996)
• Verankerungseinrichtung
„Ein Element oder eine Reihe von Elementen oder Komponenten, die über einen oder mehrere Verankerungspunkt(e) verfügen“ EN795:1996) 
Verankerungspunkt „Element, an dem nach Installation einer Verankerungseinrichtung eine persönliche Schutzausrüstung angeschlagen werden kann“. 
(EN795:1996).
Die Verankerungseinrichtung wird durch die Norm EN 795  
„Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz — Verankerungseinrichtung“ abgedeckt.  
In der Norm werden entsprechend der Art der Verankerung verschiedene Klassen definiert.



Klasse A1   Verankerungseinrichtungen zum Befestigen 
                     an vertikalen, horizontalen und geneigten                            
                     Flächen - PSA   
Klasse A2   Verankerungseinrichtungen zum Befestigen                                
                     auf Schrägdächern - PSA
Klasse B     Provisorische, transportable                                                   
                     Verankerungseinrichtungen - PSA 
Klasse C     Verankerungseinrichtungen mit beweglichen                                                     
                     horizontalen Führungen - keine Einstufung 
                     als PSA             
Klasse D    Verankerungseinrichtungen mit festen    
                     horizontalen Führungen - PSA
Klasse E     Totmannanker - PSA

 

Es können zwischen den Ankern Sicherungshalterungen (Führungen) vorhanden sein:
- Sicherungsschiene, an der eine PSA befestigt werden kann
- nicht steife Sicherungshalterung, an der eine PSA befestigt werden kann

 

anti-chute> Andere Produkte für den Fallschutz: 

- Mitlaufendes Auffanggerät mit fester Führung: 
Norm EN353-1
„Ein Teilsystem, bestehend aus einer festen Führung, einem mitlaufenden, Auffanggerät mit automatischer Blockierung, das fest mit der festen Führung verbunden ist, und einer an dem mitlaufenden Auffanggerät angeschlagenen Leine. Es kann ein Element zur Energieableitung in das mitlaufende Auffanggerät, in die Leine oder die Sicherungsführung integriert sein“ (EN363).
• Statischer Widerstand: feste Führung mit montiertem mitlaufenden Auffanggerät und Leine Widerstand gegen eine Kraft von mindestens 15 kN
• Dynamische Leistung: mit einer Prüfmasse von 100 kg darf die Bremskraft 6kN nicht überschreiten und der Bremsweg darf nicht länger als 1,0 m sein.
- Mitlaufendes Auffanggerät einschließlich beweglicher Führung : 
Norm EN353-2 
«Teilsystem, bestehend aus einer beweglichen Führung, einem mitlaufenden Auffanggerät mit automatischer Blockierung, das fest mit der beweglichen Führung verbunden ist, sowie einer an dem mitlaufenden Auffanggerät angeschlagenen Leine. Ein Element zur Energieableitung kann in das mitlaufende Auffanggerät, in die Leine oder die Sicherungsführung integriert sein“ (EN363).
• Statischer Widerstand: 
- Führungsleinen: Widerstand gegen eine Kraft von mindesten 20 kN, 
- Führungskabel: Widerstand gegen eine Kraft von mindesten 15 kN,
• Dynamische Leistung: mit einer steifen Stahlmasse von 100kg darf die Bremskraft 6kN nicht überschreiten und der Bremsweg darf nicht länger als 3.0 m sein.
Norm EN360
"Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz — Höhensicherungsgerät mit automatischer Rückholung“  

 

> Andere Normen

EN365 "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz Allgemeine Anforderungen an Gebrauchsanleitungen(....) und die  Kennzeichnung“.   
 
EN363 "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz Auffangsysteme. Allgemeine Anforderungen 
an Gebrauchsanleitungen (...) .und die  Kennzeichnung“.      
 
EN364 "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz Auffangsystem. Prüfverfahren“. Definiert die Prüfverfahren für die Geräte und Elemente, aus denen eine PSA gegen Absturz besteht 

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